Man kann sich heute kaum noch vorstellen, dass Menschen einst, um schwere Lasten zu bewegen, sich mit Baumstämmen behelfen mussten. Dann, ca. 4000 Jahre v. Chr., kam die entscheidende Erfindung des Rades. Vermutlich aus einer Baumscheibe gefertigt, wurden die Holzräder an eine Achse befestigt. So entstanden die ersten Karren, die von Tieren wie Pferden und Eseln gezogen wurden. Später wurden die Räder aus Holzbrettern gefertigt, die durch Querbalken zusammengehalten wurden. Doch war ein solches Rad schwerfällig, sodass es im antiken Griechenland zur Erfindung des wesentlich leichteren Speichenrads kam. Zum 19. Jahrhundert hin wurden die Holzräder zunehmend von Metallkonstruktionen ersetzt, vor allem durch den Bahnbau. Heute erfreuen wir uns an diversen Kunststoffen, Gummi und Metallkonstruktionen, die vielerlei Tragflächen beweglich machen.
Es ließe sich eine endlose Liste mit Bereichen, wo Rollen und Räder gebraucht werden, erstellen: Im Grunde finden sie überall Einsatz, wo etwas bewegt werden muss. Vor allem schwere Güter und Gegenstände können so viel leichter von A nach B gebracht werden. Doch nicht nur das Tragen von schweren Lasten wird abgenommen, sondern auch Flexibilität gewährleistet, beispielsweise in Büros mit offenen Konzepten oder auch in Restaurants, wo Speisen und Getränke in aufwendiger Form direkt an den Tisch des Kunden gefahren werden.
Hier deshalb eine kurze Begriffsklärung:
Davon abgesehen, dass zwischen Rad, Lenkrolle, Bockrolle und Reifen gewählt werden kann, ist auf die Befestigung der Rollen zu achten: Üblich sind Anschraubplatte, Rückenloch, Zapfen, Expander und Einsteckstift. Außerdem muss die notwendige Tragfähigkeit berechnet werden: Kunststoffrollen sind anders belastbar als Räder mit Gummireifen. Auch haben Härte, Form und Laufbelagsmaterial erheblichen Einfluss auf den Fahrkomfort, die Laufruhe, sowie den Anfahr-, Roll- und Schwenkwiderstand eines Rades oder einer Rolle. Der Laufbelag eines Rades sollte in der Regel weicher als der Untergrund gewählt werden, da sich sonst das Rad eindrücken und den Untergrund beschädigen kann. Weiterhin ist an Einflüsse wie Temperatur, chemische Stoffe, elektrische Leitfähigkeit und Korrosion zu denken. Vergessen Sie außerdem nicht benötigtes Zubehör wie beispielsweise Radfeststeller, die meistens jedoch bereits vormontiert sind.