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Der Amboss – das älteste Grundwerkzeug

Ein Amboss ist ein Stahlblock, der zur Unterlage beim Umformen und dem Bearbeiten von meistens glühenden Eisenmetallen bereits vor 200.000 Jahren verwendet wird. Seinerzeit allerdings aus Steinen für die Herstellung von Speerspitzen, Faustkeilen und Klingen. Im Laufe der Jahrtausende erfolgte die Bearbeitung der Metalle in der Kupfer- und Bronzezeit. Die heute gebräuchliche Basisform wurde im Spätmittelalter konzipiert. Regional wurden differenzierende Ambossformen auf die jeweils erforderlichen Werkstücke und deren Maße angepasst. Im Laufe der letzten Jahrhunderte kristallisierten sich unterschiedliche Varianten heraus. Die heutigen Bauweisen verfügen über einen Grundkörper mit einer geraden oder ganz wenig gewölbten Bahn sowie ein oder zwei spitz zulaufenden Hörnern, an denen Ringe, Stäbe usw. gebogen und geschweißt werden können.

Die Herstellung der Ambosse

Das Handwerkzeug besteht allgemein komplett aus Stahlguss oder wird gegossen und mit einer Stahlbahn ausgestattet, die aufgeschweißt wird. Ein sehr hoher und durchdringender Klang zeichnet diesen Teil durch seine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Abnutzung aus. Deswegen sollte immer mit Gehörschutz gearbeitet werden. Eine Seltenheit sind in der heutigen Zeit geschmiedete Versionen. Früher wurde dieses Werkzeug nach alter Verfahrenstechnik aus einzelnen weichen Eisenstücken zusammengesetzt. Anschließend wurde jedes einzelne Teil im Feuer geschweißt. Die Oberfläche bestand aus einer harten Stahlplatte, die aufgeschweißt oder aufgekohlt wurde. Gegossene und mit einer Stahlbahn versehene Ambosse sind eine gute Alternative. Ihr Klang ist nicht so hoch wie purer Guss, die Beschaffung ist einfacher und preiswerter als geschmiedete Ambosse. Sie sind deutlich an den üblichen Lunkern und Poren auf der Unterseite zu erkennen, die alle Gussambosse auszeichnen. Zusätzlich befindet sich eine parallele Schweißnaht unter der aufgeschweißten Stahlbahn.

Der Dengelamboss für das Dengeln der Sense

Diese Ambosse sind im Vergleich kleiner und entweder mit einer quadratischen, im Regelfall leicht gewölbten oder schmalen, bombierten Bahn erhältlich. Unterhalb der Bahn sitzt ein Dorn, der für die Befestigung des Dengelbamboss dient und ihn in den Holzpflock oder Dengelstock einschlägt. Manche dieser Werkzeuge zum Dengeln sind zum sofortigen Gebrauch im Feld geeignet. Dafür ist eine gleichartige Auswölbung vorhanden, die auf dem Boden aufgelegt wird und zugleich ein tieferes Einschlagen in den Boden blockiert. Als Kaltschmiedeverfahren wird Dengeln zur unterschiedlichen Härtung der Schneide verwendet.